Pilzerkrankungen am Rasen

Und wie Sie wieder Herr der Lage werden

Wie bei den meisten Rasenkrankheiten gilt auch für den Pilzbefall: je gepflegter der Rasen, desto schwerer haben es Unkraut, Pilz & Co. Allerdings: Ganz vermeiden kann man Pilzbefall auch so nicht, da der Befall sowohl durch die Luft, als auch durch Regen oder den Kontakt mit Mensch und Tier ausgelöst werden kann. Dabei ist die Anzahl von Pilzkrankheiten fast so zahlreich wie deren Ursachen. Dazu gehören vor allem:

  • Besonders dichter Wuchs
  • Kontinuierlich hohe Belastung (z.B. Sportrasen, aber auch zu häufiges Betreten im Winter)
  • Hohe Feuchtigkeit, Staunässe
  • Zu dichtes Mulchen
  • Falscher pH-Wert des Bodens
  • Rasenfilz
  • Zu tiefes Mähen
  • Schattenlage, hohe Mauern, Holz
  • Liegenlassen von Blättern oder zu hohes Gras im Winter
  • Überversorgung (Wasser, Dünger)

Die Bekämpfung von Pilzen kann also bereits mit der Vorbereitung des Bodens und der richtigen Auswahl der Rasensorte beginnen. Unter dem Motto „Einmal, aber richtig“ sollte hier nicht gespart, sondern nur zu so genannten Regel-Saatgutmischungen gegriffen werden. Bei der Auswahl der Rasensorte spielt neben Qualität auch die spätere Nutzung eine große Rolle. Wer täglich den Fußball-Klub im eigenen Garten trainiert, sollte auf jeden Fall zu strapazierfähigeren Gräsern greifen!

Aber was tun, wenn sich der Pilz trotzdem durchsetzt? Keine Sorge, die meisten Pilz-Erkrankungen sind harmlos und schmerzen nur das Auge des Betrachters. Pilzen, die sich an den Gräsern festsetzen, kann oft bereits mit einer Entlüftung (Vertikutieren) des Rasens der Garaus gemacht werden (z.B. Schneeschimmel). Zusätzlich sollte der pH-Wert überprüft werden, ist der zu niedrig, hilft z.B. kalken. Die generelle Beschaffenheit des Bodens muss jedoch unbedingt mit berücksichtigt werden, Sandboden oder Lehm wollen hier nicht unter einen Hut gebracht werden – was für den Einen gering ist, muss für den Anderen noch lange nicht gelten.

Wem bereits wahre Pilz-Kolonien aus dem Boden schießen, dem hilft leider nur noch ein Ausstechen – und das großflächig und inklusive aller Wurzelteile. Keinesfalls versuchen, die Pilze mit tiefem Mähen zu beseitigen! Erstens fördert ein zu kurzer Grasstand das Wachstum der Schädlinge, zweitens verteilen sich die Erreger durch das Mähen im schlechtesten Fall weiter im Garten. Erst bei immer wieder kehrendem Befall sollte über den Einsatz von so genannten Fungiziden nachgedacht werden, die meist mehrfach aufgebracht werden müssen. Jedenfalls ist beim Einsatz von chemischen Produkten Vorsicht geboten, da diese bei unsachgemäßem Gebrauch eine Gefahr für das Grundwasser darstellen können. Ein Rat vom Experten ist hier dem überstürzten Einsatz vorzuziehen.

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