Tipps bei Problemen mit Balkonblumen

Es gibt wohl kaum ein Haus, das durch Blumen nicht noch schöner wird und keinen Ort, der nicht noch freundlicher durch eine entsprechende Bepflanzung wirkt. Doch gibt es immer wieder auch Situationen, in denen die Freude getrübt wird.

Bei Pilzkrankheiten und Bakteriosen empfiehlt es sich die Pflanzkisten vor der Blumensaison zu reinigen und mit einem Desinfektionsmittel verdünnt mit Wasser auszuwaschen und zu desinfizieren. Bei Eternitkisten (Kisten aus Faserzement) und Holzträgern reicht in der Regel eine Behandlung mit heißem Wasser.

Die Wahl des Erdsubstrates
Als Basis für den Erfolg ist auch die Wahl des richtigen Erdsubstrates von Bedeutung. Es ist gängige Praxis, dass die Blumenliebhaber ihre Erden nicht mehr selbst mischen. Der Fachhandel bietet heute eine Reihe von guten Erdsubstraten an. Diese sind frei von Krankheiten, Unkrautsamen und gleichzeitig auch im richtigen Verhältnis mit Dünger versorgt. Qualitätssubstrate haben allerdings ihren Preis. Der überwiegende Teil der im Handel befindlichen Blumenerden besteht aus Torf. Die Beimengung dieses aus Hochmooren gewonnenen Torfes gilt seit Jahren bei Umweltschützern als umstritten. Hochmoore sind nur in einer begrenzten Anzahl vorhanden und der Torfabbau könnte den Blumenfreund und Gärtner insofern treffen, dass in absehbarer Zeit kein Torf mehr zur Verfügung steht. Damit wird auch die Lebensgrundlage für zahlreiche vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tierarten zerstört. Mittlerweile werden schon Blumenerden angeboten, die torffrei sind. Holzfasern sind eine ökologische und wünschenswerte Alternative zum Torf. Man hat bei Tests mit Blumenerden festgestellt, dass die torflosen Erden in der Bewertung sehr gut abschneiden.

Kauft man Blumenerde, so sollte man sich genau über die Zusammensetzung, Anwendung und Art der Düngung informieren. Spurenelemente wie zum Beispiel Eisen, Mangan, Kupfer und Bor sollten auf der Verpackung ersichtlich sein. Auch sollte der Name des Erzeugers, das Herkunftsland und die Ausgangsmaterialien sowie die Lagerung und Behandlung angeführt sein.

Gesundes Pflanzmaterial verwenden
Es sollten nur gesunde, von Schädlingen freie Pflanzen, Anwendung finden. Hier sind Sie bei einem Gartenbaubetrieb, der auch über ein entsprechendes Fachpersonal verfügt, in guten Händen.

Qualität statt Quantität
Eine optimale Vorkultur der Pflanzen mit den notwendigen Lichtverhältnissen, bestimmten Nährstoffen und Wassergaben ist wichtig. Sind diese Kriterien bei der Anzucht erfüllt, sind kräftige Pflanzen entstanden, die Reservestoffe, ein robustes Material und Regelmaterial aufgebaut haben, das sehr widerstandsfähig ist.


Tipps und Kriterien beim Kauf der Pflanzen
Kompakter Aufbau: Optimal kultivierte Pflanzen werden üppig - aber nicht verweichlicht - wachsen. Die Pflanze muss kompakt und robust wirken.

Kräftige Triebe: Einzeltriebe sollten eine Eigenstabilität aufweisen und nicht weich und müde wirken. Der Abstand der einzelnen Blattpaare (Abstände der Internodien eines Triebes) lässt darauf einen Rückschluss zu. Auch der Umfang der Triebe ist ein Qualitätsmerkmal.

Gute Verzweigung: Eine schön entwickelte Balkonblume ist nicht lang und dünn. Vielmehr sollte sie viele Seitentriebe aufweisen. Die erste Verzweigungsstelle sollte nicht mehr als ca. 6-8 cm über dem Topfrand liegen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Pflanze bei Winden abbricht.

Topfgröße: Hier sollten Sie auch auf die Größe des Blumentopfes achten. Die Substratmenge, die der Pflanze beim Wachsen zur Verfügung steht, gibt Aufschluss über die Kulturbedingungen. Steht z.B. eine große Pflanze in einem zu kleinen Topf, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie des öfteren Hunger und Durst gelitten hat.

Blattfarbe: Die Farbe der Blätter sollte atypisch sein. Nährstoffmangel, vernässte Erde, langer Transport in dunklen LKWs und zu dunkler Stand beim Verkauf können Ursachen für aufgehellte Blätter sein. Eine gut ernährte und gepflegte Pflanze sollte von der Spitze bis zu dem Topfrand grüne Blätter besitzen.

Preis: Gesunde, starke gut verzweigte Pflanzen können und dürfen auch etwas kosten. Qualität muss auch im Preis ersichtlich sein. Vor allem sollten Sie bei kleinen Größen darauf achten, dass die Pflanzen gesund, gut ernährt und ausreichend verzweigt sind.

„Fertigware“
Man sieht, was man pflanzt. Zügiges Weiterwachsen ist hier meist garantiert. Es ist keine besondere Anzuchtpflege mehr nötig. Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Pflanze etwas teurer ist.

Jedenfalls viel Erfolg mit Ihrem Blumenschmuck wünscht  

Manfred Putz
VIKING Garten-Experte

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