Überraschungen im Garten

Sie wundern sich über das Thema? Nachdem ich selbst jedoch immer wieder Überraschungen in meinen Garten- und Parkanlagen erlebe und auch Freunde und Bekannte davon erzählen, möchte ich mir hier dazu ein paar Gedanken machen. Wobei es nicht nur immer positive Überraschungen sind, mit denen ich mich gegenübergestellt sehe.

Vorab muss ich sagen: Ich werde eigentlich sehr oft und zu jeder Jahreszeit in meinem Garten überrascht! Doch jetzt, da sich das Jahr und somit auch das Gartenjahr langsam dem Ende zuneigt, gibt es ganz viele, richtig schöne Überraschungen! Die letzte Rhododendronblüte im November gehört auf alle Fälle dazu und fasziniert mich Jahr für Jahr aufs Neue. Rosen und Rosenknospen, die mitunter ziemlich unbeeindruckt von jeder Jahreszeit vor sich hin blühen, können gerade im Spätherbst noch für gute Laune beim Betrachter sorgen. Unnachahmlich ist für mich das Knallrot des wilden Weins und der Essigbäume – die Farbenpracht, die der Herbst in viele Gärten zaubert ist ohnedies allseits bekannt und in der heutigen Zeit schicken sich viele naturbegeisterte Menschen „goldene Herbstbilder" auf ihre Handys. In meinen Gartenanlagen begeistert mich besonders die Herbstfärbung der japanischen Ahornbäume, wenn die Sonnenstrahlen eine Lichtinszenierung vom Feinsten veranstalten. Doch dieses intensive Rot des Weins überstrahlt für mich diese Buntheit noch.

Beeindrucken und überraschen kann mich auch Rauhreif in der Früh auf den Blättern. Nehmen Sie sich einmal die Zeit eine besondere Stelle in ihrem Garten diesbezüglich genauer unter die Lupe zu nehmen! Der Garten im Spätherbst ist natürlich auch ein beliebter Treffpunkt der Zugvögel. In den Lindenbäumen unseres Schlosshofs sammeln sich z.B. gerne die Stare, wo sie ihre Flugformationen üben und dabei ziemlich geräuschvoll debattieren.

Wenn ich jetzt einmal über den Winter hinausdenke, kommen mir noch Scilla („Blausterne") und Schneeglöckchen in den Sinn. Eine Freude, wenn Sie sich ihren Weg gebahnt haben. Überrascht bin ich oft, wo ich plötzlich diese Pflanzen überall antreffe. Dafür sorgen die Wühlmäuse – in dem Fall meist positiv, aber überall passen sie mir auch nicht in den Garten. Auch nicht wirklich positiv überrascht bin ich über die Anzahl und Größe der Maulwurfshaufen, „hervorragend geeignet zum Darüberstolpern". Und meist nicht weit entfernt davon tiefe Löcher von Hunden, die auf der Suche nach den Maulwürfen sind…

Zum Thema Laub noch ein paar Worte zum Schluss: Laub, Laub und nochmals Laub! Auch wenn Laub nicht überraschend von den Bäumen fällt, überrascht doch die Menge Jahr für Jahr. Ich denke, hier werden mir viele Leserinnen und Leser zustimmen.

VIKING Garten-Experte
Baron Robert von Süsskind

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